In Chile leben etwa 16.284.741 Millionen Menschen und rund die Hälfte von ihnen wohnt in der Hauptstadt Santiago und ihrer Umgebung. Die meisten Bewohner leben im fruchtbaren Tal zwischen den beiden großen Gebirgsketten. Nach Norden und Süden hin nimmt die Besiedlung des Landes durch die extremen Vegetations- und Klimabedingungen immer mehr ab.
Ein Großteil der chilenischen Bevölkerung stammt von den europäischen Einwanderern ab. Rund 5% der chilenischen Bevölkerung gehören einheimischen Urvölkern an. Der größte dieser verbliebenen Indianerstämme ist der Mapuche.
Die katholische Religion ist in Chile am weitesten verbreitet. Traditionell gesehen ist die Kirche eine Institution mit großem finanziellen und moralischen Einfluss. Zu Krisenzeiten wird sie oft aufgesucht, um Sicherheit und Hilfe zu finden. Allerdings werden gerade in letzter Zeit die konservativen Ansichten der katholischen Kirchen, was sexuelle Verhütung, Scheidungen und Abtreibung anbelangt, in Frage gestellt.
Wenn auch nicht öffentlich sichtbar, so ist Chile doch ein Land mit ausgesprochen klar strukturierten Klassenunterteilungen. Die Kontrolle über den Staatshaushalt liegt fest in den Händen der oberen Schichten. Angehörige dieser Klasse sind größtenteils Nachfahren erfolgreich eingewanderter Osteuropäer. Sie leben in separaten Stadtteilen und besuchen Privatschulen sowie private Universitäten. Die Mittelschicht setzt sich unter anderem aus Geschäftsleuten, Professoren und Künstlern zusammen. Hier ist das Bildungssystem nicht von der Außenwelt isoliert und auch die Abstammung lässt auf eine Mischung von europäischen, arabischen und chilenischen Einflüssen schließen. Die chilenische Mittelschicht wird als die Gruppe bezeichnet, welche den typischen Chilenen repräsentiert. Die untere Gesellschaftsschicht ist weniger gebildet als die anderen beiden. Ihr gehören größtenteils einfache Arbeiter und Bauern an. Die Frauen machen den Haushalt oder arbeiten für eine Familie der oberen Schicht.